Chronik

Am 16.September 1734 entschloss sich Gottfried Hartmann in Bad Sachsa eine Apotheke zu eröffnen.
Auf Grund der Prüfungsergebnisse hat dann das Collegium Medicum in Halberstadt an Hartmann folgenden Bescheid gegeben: „Demnach der Candidatus Hartmann nunmehr gehörig tentiret und examiniret, darin auch zur approbatition an den Hof berichtet werden soll; So ist ihm ad interim und bis zu erfolgter approbation dieses attest zu erheilet, und kann derselbe seine officin in besagter Stadt Sachsa antreten, gestalt er sich dann dabey nach der ihm zugestellten Königl.-Medicinal-Ordnung geörig zu achten. Halberstadt, den 27ten Oktober 1734 Königl. Preuß. Collegium Medicum des Fürstenthums Halberstadt.“ Pflichtschuldigst zahlt Gottfried Hartmann der Stadt Sachsa 1734 seine vier Thaler Bürgergeld und den obligaten Thaler für den Feuereimer und richtet seine Apotheke ein.

Im Jahr 1755 meldet sich ein “ Ausländer“, Apotheker Andreas Christoph Cruse aus Osterode, beim Rat der Stadt Sachsa und brachte vor, er hätte vernommen, „daß der allhiesige Apotheker Dempwolf vor kurzem gestorben, wäre also entschlossen anhero zu ziehen und eine Apotheke hierselbst anzulegen.
Im Jahre 1777 war Johann Heinrich Schröder Besitzer der Apotheke. In diesem Jahr herrschte in Sachsa furchtbare Kälte, der auch verschiedene Bürger zum Opfer fielen. Auch Schröder wurde am 17. Dezember 1777 beim Neuen Hofe hinter Abraham Wiedemanns Garten erfroren aufgefunden, nachdem er acht Tage tot unter einer Schneedecke gelegen hatte. Er war 43 Jahre alt und wurde in Walkenried auf dem Kirchhof beerdigt.
Später (1821) bewarb sich Apotheker Joh. Eustach Carl Händeß um die Apotheke, nachdem sie zuvor Dr. Ende aus Geußen besessen hatte.
Wie erwähnt befand sich die Apotheke nicht immer an der Stelle, wo sie heute steht. Erst Apotheker Händeß kaufte das jetzige Gebäude wahrscheinlich von dem Materialhändler Lange. Er hatte vorher die Apotheke in Weißenfels besessen. Sein Nachfolger wurde sein Sohn Hermann Händeß, der am 11. September 1851 als Apotheker vereidigt wurde. Dann hatte die Apotheke in den Jahren bis 1909 – wie auf der Ahnentafel abzulesen – noch recht oft neue Besitzer, von denen die Apotheker Schmalz und Lamprecht noch 1984 (250 jähriges Bestehen) allgemein bekannt waren.

Am 10. Juni 1909 übernahm Apotheker Schulken die Stadt-Apotheke, der sie dann nach über vierzigjähriger Tätigkeit am 1. Oktober 1949 an Apotheker Werner Voge übergab. Er kaufte sie 1956 und übergab sie 1974 zum 1. Oktober an seine Tochter, Apothekerin Ute Klüter. Im Jahre 2001 übernahm Ihr Sohn Jochen Klüter die Stadt-Apotheke.
Seit dem Jahr 2005 führt nun Apotheker Hermann Rohlfs aus Uslar die Geschicke der traditionsreichen Apotheke.

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